Ein eigenes Aquarium – der Traum von einer bunten, lebendigen Unterwasserwelt direkt im Wohnzimmer. Doch wer zum ersten Mal Fische halten möchte, steht schnell vor einer großen Frage: Welche Arten sind überhaupt für Anfänger geeignet? Nicht jeder Fisch ist pflegeleicht, und manche stellen so hohe Ansprüche an Wasserwerte, Futter und Beckengröße, dass selbst erfahrene Aquarianer ins Schwitzen kommen.
In diesem Ratgeber stelle ich Dir die 10 besten Aquarium-Fische für Einsteiger vor. Du erfährst alles über ihre Haltung, die idealen Wasserwerte, das richtige Futter und die Vergesellschaftung – damit Dein Einstieg in die Aquaristik garantiert gelingt. Wir behandeln außerdem die grundlegenden Haltungsbedingungen, die Du kennen solltest, bevor Du die ersten Fische kaufst.
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Die 10 besten Aquarium-Fische für Einsteiger – Übersicht
Bevor wir in die Details eintauchen, findest Du hier eine praktische Übersichtstabelle mit den wichtigsten Eckdaten jeder Art. So kannst Du schnell die Fische finden, die zu Deinem Becken und Deinen Vorlieben passen.
| Fischart | Beckengröße (min.) | Temperatur | pH-Wert | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Guppy | 54 Liter (60 cm) | 22–28 °C | 6,8–8,0 | Lebendgebärend, sehr farbenfroh |
| Neonsalmler | 60 Liter | 23–27 °C | 6,0–7,5 | Schwarmfisch, leuchtender Streifen |
| Platy | 54 Liter (60 cm) | 20–26 °C | 7,0–8,0 | Lebendgebärend, sehr robust |
| Schwertträger | 80 Liter | 22–28 °C | 7,0–8,0 | Auffälliges Schwert am Schwanz |
| Panzerwels (Corydoras) | 60 Liter | 22–26 °C | 6,0–7,5 | Bodenbewohner, Schwarmfisch |
| Sumatrabarbe | 80 Liter | 22–26 °C | 6,0–7,5 | Aktiv, markante Streifen |
| Marmorierte Beilbäuchling | 80 Liter | 24–28 °C | 6,0–7,5 | Oberflächenfisch, springfreudig |
| Antennenwels | 100 Liter | 24–28 °C | 6,5–7,5 | Algenfresser, nachtaktiv |
| Keilfleckbärbling (Rasbora) | 60 Liter | 23–28 °C | 6,0–7,5 | Ruhiger Schwarmfisch |
| Zwergfadenfisch | 60 Liter | 24–28 °C | 6,0–7,5 | Schleierartige Flossen, Labyrinthfisch |
1. Guppy (Poecilia reticulata) – Der Klassiker für Einsteiger
Der Guppy ist wohl der bekannteste Aquarienfisch überhaupt – und das aus gutem Grund. Die kleinen, lebhaften Fische sind extrem anpassungsfähig, farbenfroh und vermehren sich fast von allein. Guppys sind Lebendgebärende, das heißt, sie legen keine Eier, sondern bringen fertig entwickelte Jungfische zur Welt.
Haltung: Guppys fühlen sich in Becken ab 54 Litern (60 cm Kantenlänge) wohl. Sie sind Schwarmfische und sollten in Gruppen von mindestens 5–6 Tieren gehalten werden – am besten mit einem Männchen auf zwei bis drei Weibchen, da die Männchen sonst zu aufdringlich werden. Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 28 °C liegen. Guppys vertragen auch etwas härteres Wasser und einen pH-Wert von 6,8 bis 8,0.
Futter: Allesfresser – Flockenfutter, Frostfutter (Mückenlarven, Daphnien) und ab und zu etwas pflanzliche Kost (Spirulina, überbrühte Erbsen).
Besonderheit: Guppys sind sehr vermehrungsfreudig. Wer nicht möchte, dass das Becken überläuft, sollte entweder nur Männchen halten oder einen Beifisch einsetzen, der die Jungfische frisst.
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2. Neonsalmler (Paracheirodon innesi)
Der Neonsalmler ist mit seinem leuchtend blau-grünen Längsstreifen und der roten Bauchpartie einer der schönsten Süßwasserfische überhaupt. Er ist friedlich, robust und perfekt für Anfänger geeignet.
Haltung: Neonsalmler sind klassische Schwarmfische und brauchen mindestens 8–10 Artgenossen. Nur im Schwarm zeigen sie ihr volles Farbenspiel und fühlen sich wohl. Das Becken sollte mindestens 60 Liter fassen. Die ideale Temperatur liegt bei 23–27 °C, der pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Weiches, leicht saures Wasser kommt ihrem natürlichen Lebensraum (Amazonasbecken) am nächsten.
Futter: Feines Flockenfutter, Artemia-Nauplien, Micro-Würmer oder Frostfutter in feiner Körnung.
Vergesellschaftung: Neonsalmler sind absolut friedlich und passen gut zu Guppys, Zwergfadenfischen und Panzerwelsen.
3. Platy (Xiphophorus maculatus)
Der Platy ist ein enger Verwandter des Guppys und ähnlich pflegeleicht. Er wird etwas kräftiger, dafür ist er noch robuster. Platys gibt es in zahlreichen Zuchtformen und Farbvarianten: von leuchtendem Orange über Rot bis hin zu Blau und Schwarz.
Haltung: Platys kommen mit Becken ab 54 Litern aus und fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20 und 26 °C wohl – sie vertragen also auch etwas kühlere Räume. Der pH-Wert sollte zwischen 7,0 und 8,0 liegen. Auch sie sind Lebendgebärende und vermehren sich leicht.
Futter: Allesfresser – Flocken-, Granulat- und Frostfutter, ergänzt durch pflanzliche Kost. Platys knabbern gern an Algenaufwuchs.
Tipp: Platys sind etwas größer als Guppys und können deshalb auch mit etwas kräftigeren Beckenbewohnern vergesellschaftet werden.
4. Schwertträger (Xiphophorus hellerii)
Der Schwertträger ist ein imposanter, lebendgebärender Fisch, der durch das namensgebende „Schwert" am unteren Ende der Schwanzflosse der Männchen auffällt. Er ist aktiv, robust und farbenfroh.
Haltung: Schwertträger benötigen etwas mehr Platz – mindestens 80 Liter, besser 100 Liter oder mehr, da die Männchen recht territorial sein können. Die Temperatur sollte 22–28 °C betragen, der pH-Wert 7,0–8,0. Sie mögen etwas härteres Wasser und brauchen freien Schwimmraum.
Vergesellschaftung: Mit Guppys, Platys, Panzerwelsen und anderen friedlichen Fischen gut verträglich. Zwei Männchen sollten nicht zusammen gehalten werden – besser ein Männchen mit mehreren Weibchen.
Futter: Wie Guppys und Platys – Allesfresser mit Vorliebe für pflanzliche Kost.
5. Panzerwels (Corydoras)
Panzerwelse sind die Putzkolonne des Aquariums. Sie sind Bodenbewohner, die mit ihren Barteln den Bodengrund nach Futterresten durchsuchen. Ihre niedliche, geschäftige Art und ihre robuste Konstitution machen sie zu perfekten Anfängerfischen.
Haltung: Panzerwelse sind Schwarmfische und sollten in Gruppen von mindestens 5–6 Tieren gehalten werden. Sie brauchen ein Becken ab 60 Litern. Ideal sind Temperaturen zwischen 22 und 26 °C und ein pH-Wert von 6,0 bis 7,5. Der Bodengrund sollte feiner Sand oder abgerundeter Kies sein – scharfkantiger Kies verletzt ihre empfindlichen Barteln.
Futter: Spezielle Futtertabletten für Bodenfische, Frostfutter (roten Mückenlarven), gelegentlich feines Granulat. Wichtig: Panzerwelse sind nachtaktiv und sollten abends gefüttert werden.
Besonderheit: Panzerwelse sind sogenannte Darmatmer – sie steigen regelmäßig an die Wasseroberfläche, um Luft zu schnappen. Das ist völlig normal. Sollten sie jedoch sehr häufig auftauchen, kann das auf Sauerstoffmangel hinweisen.
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6. Sumatrabarbe (Puntigrus tetrazona, früher Barbus tetrazona)
Die Sumatrabarbe ist ein quirliger, markant gestreifter Fisch, der viel Bewegung ins Aquarium bringt. Die vier senkrechten schwarzen Streifen auf silbrigem Körper machen sie unverwechselbar. Sie sind zwar lebhaft, aber bei guter Haltung durchaus friedlich.
Haltung: Sumatrabarben werden bis zu 7 cm groß und benötigen als aktive Schwarmfische ein Becken ab 80 Litern – besser 100 Liter. Sie sollten in Gruppen von mindestens 6–8 Tieren gehalten werden, sonst können sie zwickelig werden. Temperatur: 22–26 °C, pH-Wert: 6,0–7,5.
Futter: Granulat, Flockenfutter, Frostfutter – sie sind Allesfresser mit gutem Appetit.
Vergesellschaftung: Nicht mit langflossigen Fischen vergesellschaften (z. B. Guppy-Männchen, Skalare) – Sumatrabarben knabbern gern an Flossen. Gute Partner sind Panzerwelse oder Keilfleckbärblinge.
7. Marmorierter Beilbäuchling (Carnegiella strigata)
Der Marmorierte Beilbäuchling ist ein außergewöhnlicher Oberflächenfisch mit einer markanten, seitlich abgeflachten Körperform und marmorierter Zeichnung. Er ist friedlich, aber nicht ganz so robust wie die vorherigen Arten – für leicht fortgeschrittene Anfänger dennoch gut geeignet.
Haltung: Beilbäuchlinge sind scheue Schwarmfische und brauchen eine Gruppe von mindestens 8–10 Tieren. Das Becken sollte ab 80 Litern groß und gut bepflanzt sein, mit freier Wasseroberfläche und Schwimmpflanzen. Temperatur: 24–28 °C, pH: 6,0–7,5. Wichtig: Das Becken muss gut abgedeckt sein – Beilbäuchlinge springen!
Futter: Kleines Lebendfutter (Drosophila-Fliegen, Artemia), feines Frostfutter und feines Flockenfutter, das an der Oberfläche schwimmt.
8. Antennenwels (Ancistrus sp.)
Der Antennenwels ist der ideale Algenfresser für das Gesellschaftsbecken. Mit seinen charakteristischen, nach vorne gerichteten Barteln und den hornartigen Auswüchsen auf der Nase (nur Männchen) sieht er nicht nur cool aus, sondern erfüllt auch eine sinnvolle Aufgabe.
Haltung: Antennenwelse werden 12–15 cm groß und benötigen daher ein Becken ab 100 Litern. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich gern in Höhlen, Wurzeln oder unter Pflanzen. Temperatur: 24–28 °C, pH: 6,5–7,5. Ein einzelnes Tier reicht für ein Gesellschaftsbecken aus; bei mehreren Tieren sollte genug Platz und Verstecke vorhanden sein, da Männchen territorial sein können.
Futter: Spezielle Algen-Tabletten für Welse, überbrühte Gurke oder Zucchini, Salatblätter. Antennenwelse sind Pflanzenfresser – reine Algen reichen als Nahrung nicht aus!
9. Keilfleckbärbling (Trigonostigma heteromorpha)
Der Keilfleckbärbling – auch Keilfleck-Rasbora genannt – ist ein elegenter, ruhiger Schwarmfisch aus Südostasien. Die keilförmige schwarze Zeichnung an den Flanken macht ihn unverwechselbar. Er ist sehr friedlich und perfekt für ruhige, bepflanzte Gesellschaftsbecken.
Haltung: Als Schwarmfisch braucht er mindestens 8–10 Artgenossen. Das Becken sollte ab 60 Litern gut bepflanzt sein, mit ruhigen Zonen und freiem Schwimmraum. Temperatur: 23–28 °C, pH: 6,0–7,5.
Futter: Feines Flocken- und Granulatfutter, Frostfutter. Keilfleckbärblinge sind eher langsame Fresser – darauf achten, dass sie genug abbekommen.
Vergesellschaftung: Ideal mit Neonsalmlern, Zwergfadenfischen und Panzerwelsen – alles ruhige, friedliche Arten.
10. Zwergfadenfisch (Trichogaster lalius, früher Colisa lalia)
Der Zwergfadenfisch ist einer der schönsten Labyrinthfische für das Aquarium. Die Männchen leuchten in intensiven Rot- und Blautönen und haben lange, fadenförmige Bauchflossen. Ihr besonderes Merkmal: Sie können atmosphärische Luft atmen (Labyrinthorgan).
Haltung: Zwergfadenfische brauchen ein Becken ab 60 Litern mit dichter Bepflanzung und ruhigen Zonen. Die Temperatur sollte 24–28 °C betragen, der pH-Wert 6,0–7,5. Sie lieben Schwimmpflanzen, die das Licht dimmen und Schutz bieten. Ein Männchen mit zwei Weibchen ist die ideale Kombination.
Futter: Flockenfutter, Frostfutter, Lebendfutter. Sie fressen an der Wasseroberfläche.
Besonderheit: Labyrinthfische bauen Schaumnester – der Name ist Programm. Das Männchen bläst an der Wasseroberfläche Luftblasen zu einem Nest und bewacht den Nachwuchs. Ein faszinierendes Verhalten, das man im Aquarium beobachten kann!
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Grundlagen der Fischhaltung für Einsteiger
Bevor Du die ersten Fische kaufst, solltest Du einige grundlegende Dinge beachten. Die Haltung von Aquarienfischen ist kein Hexenwerk, erfordert aber ein grundlegendes Verständnis der biologischen Zusammenhänge.
Das eingefahrene Aquarium – Geduld ist der Schlüssel
Ein neu eingerichtetes Aquarium darf nicht sofort mit Fischen besetzt werden. Es muss zunächst einfahren – das heißt, eine stabile Bakterienkultur im Filter aufbauen. Dieser Prozess dauert 4–6 Wochen. Die Bakterien bauen die Ausscheidungen der Fische (Ammonium → Nitrit → Nitrat) ab. Erst wenn Ammonium und Nitrit im Wasser bei null liegen, können die ersten Fische einziehen. Unser Ratgeber Aquarium einrichten für Anfänger erklärt diesen Vorgang im Detail.
Die richtige Beckengröße
Ein häufiger Anfängerfehler ist ein zu kleines Becken. Faustregel: Pro Zentimeter Fischlänge etwa 1–2 Liter Wasser – das ist aber nur eine grobe Orientierung. Für die meisten Einsteiger empfehle ich ein Becken mit mindestens 60 Litern (60 cm Kantenlänge). Kleine Becken unter 30 Litern sind deutlich schwieriger zu pflegen, da die Wasserwerte schnell kippen.
Wasserwerte verstehen und messen
Regelmäßige Wasserwechsel (20–30 % pro Woche) sind das A und O der Aquarienpflege. Du benötigst ein Wassertest-Set, um zumindest die wichtigsten Parameter zu messen:
- Ammonium/Ammoniak (NH₄/NH₃): Muss bei null liegen – bereits geringe Mengen sind giftig.
- Nitrit (NO₂): Ebenfalls giftig – muss null sein.
- Nitrat (NO₃): Maximal 50 mg/l – wird durch Wasserwechsel gesenkt.
- pH-Wert: Je nach Fischart zwischen 6,0 und 8,0.
- Gesamthärte (GH) und Karbonathärte (KH): Für die Stabilität des pH-Werts wichtig.
Die richtige Fütterung
Weniger ist mehr! Fische sollten einmal täglich so viel Futter bekommen, wie sie in 2–3 Minuten fressen. Futterreste belasten das Wasser und führen zu Algen und schlechten Wasserwerten. Biete Abwechslung: Trockenfutter als Basis, ergänzt durch Frostfutter (Mückenlarven, Artemia) und Lebendfutter.
Vergesellschaftung – Wer verträgt sich mit wem?
Nicht alle Fische vertragen sich miteinander. Achte auf folgende Punkte:
- Größe: Kleine Fische (Neonsalmler) nicht mit großen Raubfischen (Skalare, Buntbarsche) vergesellschaften.
- Temperatur: Alle Arten sollten ähnliche Temperaturansprüche haben.
- Charakter: Wilde Schwimmer (Sumatrabarben) stressen ruhige Fische (Zwergfadenfische) – gut planen!
- Schwarmgröße: Schwarmfische niemals einzeln oder zu zweit halten – das verursacht Stress und kann zu Verhaltensstörungen führen.
Häufige Anfängerfehler – und wie Du sie vermeidest
Auch erfahrene Aquarianer haben einmal klein angefangen. Hier sind die typischsten Fehler, die Einsteiger machen:
- Zu viele Fische auf einmal: Das biologische Gleichgewicht kippt. Setze maximal 3–5 kleine Fische pro Woche ein.
- Kein Wasserwechsel: Auch mit Filter muss regelmäßig Wasser getauscht werden – wöchentlich 20–30 %.
- Überfütterung: Futterreste sind die häufigste Ursache für Algen und schlechte Wasserwerte.
- Falsche Fischwahl: Nicht jeder Fisch ist für jedes Becken geeignet – recherchiere vor dem Kauf!
- Keine Quarantäne: Neue Fische immer 2–3 Wochen in einem separaten Becken beobachten, um Krankheiten nicht ins Hauptbecken zu schleppen.
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Krankheiten bei Aquarienfischen erkennen und behandeln
Selbst bei bester Pflege können Fische krank werden. Die häufigsten Erkrankungen bei Einsteigerfischen sind:
Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthiriose)
Erkennbar an weißen Pünktchen auf Flossen und Körper. Die Fische scheuern sich an Gegenständen. Ursache: Temperaturschwankungen oder Stress. Behandlung: Temperatur leicht erhöhen (30 °C für 3–4 Tage) und spezielles Medikament ins Wasser geben.
Flossenfäule
Die Flossen wirken ausgefranst, weißlich oder haben rote Ränder. Ursache: schlechte Wasserqualität oder Verletzungen. Behandlung: Wasserwerte verbessern, großzügige Wasserwechsel, ggf. Antibiotikum aus dem Fachhandel.
Bauchwassersucht
Der Fisch ist aufgedunsen, die Schuppen stehen ab („Pinecone"-Aussehen). Ursache: bakterielle Infektion. Die Prognose ist leider oft schlecht – frühzeitiges Erkennen und Isolation sind entscheidend.
Vorbeugung ist die beste Medizin: Gute Wasserqualität, artgerechte Fütterung, Quarantäne für Neuzugänge und stressfreie Umgebung verhindern die meisten Krankheiten.
Häufige Fragen zu Aquarium-Fischen für Einsteiger (FAQ)
Wie viele Fische darf ich in mein Aquarium setzen?
Eine grobe Faustregel ist 1 cm Fisch pro 1–2 Liter Wasser. Bei einem 60-Liter-Becken mit Oberflächenfischen der Größe 3–4 cm kannst Du also etwa 15–20 Fische halten. Wichtiger als die reine Anzahl ist jedoch die Filterleistung, die Bepflanzung und die Fischart. Für den Einstieg: Starte mit 5–8 kleinen Fischen und beobachte die Wasserwerte genau.
Welcher Fisch ist am pflegeleichtesten?
Der Guppy gilt als der pflegeleichteste Aquarienfisch. Er ist extrem anpassungsfähig an verschiedene Wasserwerte, vermehrt sich leicht und frisst so gut wie jedes handelsübliche Futter. Auch Platys sind sehr robust. Beide Arten sind lebendgebärend, was die Nachzucht besonders spannend macht.
Brauche ich eine Heizung im Aquarium?
Ja, in den allermeisten Fällen. Die meisten Zierfische stammen aus tropischen Gewässern und benötigen Wassertemperaturen zwischen 22 und 28 °C. Ein Heizstab hält die Temperatur konstant – wähle etwa 1 Watt Heizleistung pro Liter Wasser. Es gibt nur wenige Ausnahmen wie der Goldfisch, der kühleres Wasser bevorzugt.
Wie oft muss ich das Aquarium reinigen?
Du solltest einmal pro Woche 20–30 % des Wassers wechseln und dabei den Mulm vom Bodengrund absaugen. Die Filterscheiben oder -schwämme werden nur alle 4–6 Wochen in einem Eimer mit Aquarienwasser (nicht unter fließendem Leitungswasser!) ausgewaschen. Die Aquarienscheiben können bei Bedarf mit einem Algenschaber gereinigt werden.
Wie lange dauert es, bis ein Aquarium eingefahren ist?
Ein Aquarium braucht in der Regel 4–6 Wochen, bis die biologische Filterung stabil funktioniert. In dieser Zeit entsteht die Bakterienkultur im Filter, die Ammonium und Nitrit abbaut. Du kannst den Prozess mit speziellen Bakterienkulturen aus dem Fachhandel beschleunigen, auf 2–3 Wochen verkürzen. Grundsätzlich gilt: erst Fische einsetzen, wenn Ammonium und Nitrit bei null liegen.
Können verschiedene Fischarten zusammenleben?
Ja, viele Fischarten können zusammen in einem Gesellschaftsbecken leben. Wichtig ist, dass sie ähnliche Wasserwerte und Temperaturansprüche haben und sich von der Größe her nicht bedrohen. Schwarmfische wie Neonsalmler und Panzerwelse sind ideale Vergesellschaftungspartner. Aggressive Flossenknipser (Sumatrabarben) und langflossige Fische (Guppys) sollten hingegen nicht zusammen gehalten werden.
Fazit
Aquarium-Fische für Einsteiger müssen nicht langweilig sein. Mit den richtigen Arten – wie Guppys, Neonsalmlern, Platys, Panzerwelsen und den anderen hier vorgestellten Fischen – holst Du Dir ein farbenprächtiges, lebendiges Stück Natur ins Wohnzimmer, das Dich täglich aufs Neue begeistern wird.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Vorbereitung und Geduld: Ein gut eingefahrenes Becken, stabile Wasserwerte, artgerechte Fütterung und die richtige Fischwahl sind die Grundpfeiler einer gelungenen Aquaristik. Beobachte Deine Fische regelmäßig – sie zeigen Dir, ob es ihnen gut geht.
Wenn Du noch ganz am Anfang stehst, lies auch unseren Ratgeber Aquarium einrichten für Anfänger – Schritt für Schritt. Dort erfährst Du alles über die richtige Technik, Bepflanzung und das Einschwimmen.
Viel Freude mit Deinem neuen Hobby – die Unterwasserwelt wartet auf Dich! 🐟
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